Die Geschichte des Muttertags und das verschenken von Blumen zum Muttertag besitzt eine lange Tradition. Bereits in der griechischen Antike wurde anlässlich der Göttin Rhea ein farbenprächtiges Frühlingsfest veranstaltet, die Begründung des Mutterkultes. Die Weiterentwicklung des Muttertags fand dann im 13. Jahrhundert unter dem englischen König Heinrich III. statt, denn er führte den sogenannten Mothering Sunday ein, damit die Menschen der Kirche als ihre religöse Mutter gedenken. An diesem Tag wurden alle Untertanen aufgerufen, ihre Mütter zu besuchen und ihnen Geschenke zu machen. Die erste schriftliche Quelle zur Feier des Muttertages stammt aus dem Jahr 1644, die belegt, dass damals schon Kinder in ihrem Elternhaus zum Muttertag Kuchen und andere Köstlichkeiten zu ehren der Mutter auftischten.

Der Muttertag als eigenständiger Feiertag wurde schließlich im Jahr 1872 von der amerikanischen Frauenrechtlerin Howe anversiert, allerdings konnte er sich erst 1907 durchsetzen, als Anna Maria Jarvis zu Ehren ihrer Mutter einen Gottesdienst in Gedenken an arbeitende Mütter veranstaltete. Danach setzte eine wahre Begeisterungswelle für den Muttertag als Feierlichkeit ein und schon bald danach gab es ihn in fast allen US-Bundesstaaten als festen Feiertag. Damit entstand auch eine auf den Muttertag ausgerichtete Werbeindustrie, die nicht nur Grußkarten, sondern auch spezielle Blumen zum Muttertag und Pralinenvariationen produzierte. Schon bald nahmen sich auch andere Länder dem Muttertag an und am 8. Mai des Jahres 1914 beschloss der US-Konress, dass von da an immer der zweite Sonntag des Monats Mai als Muttertag gefeiert werden soll, was auch heute noch so ist. Die Schweiz folgte dem amerikanischen Beispiel im Jahr 1917 als erstes europäisches Land, Deutschland folgte in den frühen Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts.

Heutzutage werden vor allem Blumen zum Muttertag veschenkt. Aber auch die mittelalterliche Tradition selbstgebackener Kuchen und anderer Köstlichkeiten hat sich in fast allen Ländern durchgesetzt. Es gibt heute kaum ein Land, dass nicht einen Tag im Jahr nur der Mutter bereithält und gesellschaftlich hat sich dieser Feiertag nahezu vollkommen durchsetzen können, damit man der eigenen Mutter Dank und Liebe zukommen lassen kann.

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